Der Held der amerikanischen Eisenbahn.

John Luther Jones wurde am 14. März 1864 im südwestlichem Missouri geboren. Später zog er mit seiner Familie nach Cayce Kentucky. Mit fünfzehn begann er in einem Telegrafenbüro für die Eisenbahn zu arbeiten, wo in seine Kollegen mit dem Spitznamen Casey beehrten. Mehr als alles wünschte er sich, Lokomotiveführer zu werden und eine eigene Lokomotive zu besitzen. 1890Bestand Casey die Prüfung und wurde Lokomotiveführer. Einige Jahre später machte er durch eine besondere Sechs-Ton-Pfeife, die er an seiner Lok installiert hatte, von sich reden. Jeder Gleis oder Feldarbeiter an seiner Strecke wusste nun genau das Casey Jones vorbeifuhr.

Casey Jones

Das einige Bild, das Casey auf seiner Maschine zeigt.

Im Jahr 1900 wurde Casey eine Stelle als Lokomotiveführer des berühmten Personenzuges Chicago - New Orleans, inoffiziell "Cannonball" ( Kanonenkugel), angeboten. Am 29. April des gleichen Jahres bat man Casey, eine Doppelschicht zu übernehmen und die "Cannonball" von Memphis in Richtung Süden nach Canton, Mississippi, zu fahren. Der musste jedoch vor der Abfahrt gründlich repariert werden, und trotz der Fieberhaften Bemühungen der Wartungsmechaniker verließ die "Cannonball" Memphis mit über einer Stunde Verspätung. Für Casey war das kein Problem. Erliebte die Geschwindigkeit. Nach hundert Meilen hatte er bereits eine Stunde aufgeholt; 50 Meilen später fuhr er schon fast wieder planmäßig. Fest entschlossen Canton pünktlich zu ereichen fuhr er mit Volldampf 70 Meilen in der Stunde - und ließ die ganze Zeit seine berühmte Pfeife ertönen. Auch andere Züge hatten an diesem Abend Verspätung und in der kleinen Stadt Vaughn erwartete man einen Rückstau. Alle Lokomotivführer - wie auch Casey - wussten das und waren genau angewiesen worden, wie sie ihre Züge zu rangieren hatten.

Cannonball 638

Die 638, Lokomotive des Cannonball.

Vor der Einführung moderner Signalsysteme hing das rang von wachsamen Männern mit Signalfahnen, konsequenter Überwachung der Strecke und ein wenig Glück ab. Trotz sorgfältiger Planung hatte einer der rangierenden Züge eine Panne und vier seiner Wagons blieben auf der Strecke des "Cannonball" liegen. Ein Rangierarbeiter schwenkte heftig seine Laterne als Casey vorbeischoss, aber dieser nahm an, dass das unerwartete Signal, freie Fahrt auf der nördlichen Strecke bedeutete. Als seine Lokomotive nach einer Kurve freie Sicht auf den Bahnhof hatte, erblickte Caseys Heizer Sim, in einer Entfernung von nur wenigen hundert Metern die Lichter des abgestellten Zuges. Als Sim aus dem Führerstand sprang, riet er Casey auch zu springen, aber Casey entgegnete nur: "Ich bleibe". Er zog die Notbremse und es gelang ihm die Geschwindigkeit des "Cannonball" beträchtlich zu drosseln - aber es reichte nicht. Der Zug raste in die letzten zwei Güterwagons des Unglückszuges vor ihm. Casey war zum Glück der einzige Tote.

Eisenbahnunglück

Die beiden Fotos von dem Unglück sollen echt sein.

Die Geschichte von Casey Jones letzter Fahrt sprach sich schnell rum. Eisenbahner wie Außenstehende wunderten sich über seinen heldenhaften Versuch, die "Cannonball" noch im letztem Moment zu bremsen.

  Wallace Sanders, ein Eisenbahnrangierer, der Casey kannte und schätzte, machte Casey in einer alten Ballade, die er an seine Geschichte anpasste, unsterblich. Sie wird heute noch gesungen.Eisenbahnrangierer, der Casey kannte und schätzte, machte Casey in einer alten Ballade, die er an seine Geschichte anpasste, unsterblich. Sie wird heute noch gesungen., der Casey kannte und schätzte, machte Casey in einer alten Ballade, die er an seine Geschichte anpasste, unsterblich. Sie wird heute noch gesungen.