John Gun's World

Darüber sollten wir nachdenken Wir sitzen ja oft am Lagerfeuer zusammen und tragen unsere alten Ballermänner. Aber diese Waffen wurden früher nicht nur zur Jagd genutzt. Verbrecher und auch Soldaten haben diese Waffen für und auch gegen das Gesetz benutzt. Es wurden tausende ermordet und noch mehr sind in Kriegen umgekommen. Aber Kriege und Morde gibt es schon seit dem es Menschen gibt. Der Mensch tötet, und nicht die Waffe. Wir dürfen auch nie vergessen das in diesem Land, von dem wir alle träumen ein Völkermord begangen wurde. Die native Americans wurden nicht nur im Krieg bekämpft, sondern deren Frauen und Kinder gnadenlos hingemetzelt. Und zwar für die Freiheit reicher zu sein wie alle anderen, und noch mehr Land zu besitzen als man braucht. Auch für die Freiheit immer noch Wälder vernichten zu dürfen und die Umwelt mit noch mehr CO2 belasten. Und da heute Vorderlader nicht mehr reichen droht man den Nichtmehrindianern in aller Welt mit kleinen Atombomen. Ich bin ein absolut friedlicher und gewaltfrei denkender Mensch (trotz meinem Intresse an Schusswaffen) aber darüber sollten wir mal nachdenken. Und So denken die Amerikaner. Niemals haben sich die USA für den Völkermord an den Ureinwohnern ihres Kontinents entschuldigt. Nicht einmal bei den Betroffenen selbst. Und jetzt noch Sprüche von Kirche und Christen In den letzten 400 Jahren kamen wahrscheinlich mehr als 150 Millionen Indianer ums Leben, davon 50 Millionen durch Ermordung, unmenschliche Behandlung oder Sklaverei. Etwa 100 Millionen Indianer starben durch von Europäern eingeschleppte Pocken und andere Epidemien für die, welche sich Christen nannten, "ein wunderbares Zeichen der unermesslichen Güte und Vorsehung Gottes"! So schrieb zum Beispiel der Gouverneur der Massachusetts Bay Colony 1634: "Was die Eingeborenen betrifft, so sind sie fast alle an den Pocken gestorben, und so hat der HERR unseren Anspruch auf unseren Besitz erklärt." Um 1860 kommentierte der Geistliche Rufus Anderson das Blutbad, das die Urbevölkerung der Insel Hawaii bis dahin schon um mindestens 90% dezimiert hatte. Er könne darin keine Tragödie erkennen: Das zu erwartende totale Aussterben der Urbevölkerung von Hawaii wäre schließlich ganz natürlich, sagte der Missionar, in etwa vergleichbar "mit der Amputation kranker Glieder am Körper". Ihr meint, das sei alles Vergangenheit? Leider nein! Am Ende des 20. Jahr hunderts lässt der Vatikan durch seinen Sprecher Pater Sodamo erklären, dass "der Glaube der Apachen eine Art Religösität ist, die wir mit aller Kraft unterdrücken müssen." Das mag nun katholisch oder evangelisch sein - mit Christus hat es jedenfalls absolut nichts zu tun! Im Gegenteil: Hier wird der Name von Christus total missbraucht für die kriminellen Machenschaften einer ganz und gar unchristlichen Organisation! Robert J. Conley Die alte Prophezeiung Sie kam in verschiedenen fassungen von den Creek & Navajo aber die botschaft ist immer die gleiche. weiße werden kommen (sie taten es) sie werden das land nehmen (sie taten es) sie werden das volk fast vernichten (sie versuchten es) sie werden das land verwüsten (sie haben es getan) dann werden sie verschwinden (wir warten). Yellow Hair auf eine Veranstung der Gesellschaft für bedrohte Völker: " The Jews in Germany had holocaust for nine years. We have Holocaust since fivehundred years."

lat. :Sequoiadendron

Dort wo ich mit meiner Familie ein Haus gebaut habe, standen auf der Grenze zum Nachbargrundstück Hainbuchen. Ein Überbleibsel einer Hecke die 40 Jahre nicht geschnitten wurde. Das Nachbargrundstück war verwildert und auf dem verfallenen Bauernhof wohnte noch ein Opa. Ich hatte das Gefühl in der Wildnis zu wohnen und es gefiel mir. Irgendwann starb der Opa und die Erben haben das Grundstück an einen Kapitalanleger und Immobiliengangster vertickert.

Nach dem Motto, wie hole ich aus den 10000 Quadratmetern die meiste Kohle raus, wurde dort ein Vierfamilien und ein Doppelhaus gebaut. Das war so ca. 1997. Mit meinem neuem Nachbarn verstehen wir uns, oder besser gesagt wir akzeptieren uns. Er ist nämlich ein echter Gartennazi. Motorisierte Gartengeräte laufen auch schon abends noch um zehn. Aber ich bin ja auch ein Chaot und höre im sommerlichen Garten Nachts noch  Powowmusik.

Wir einigten uns irgendwann und die Grenzbäume wurden entfernt. Auch meiner Frau ging die Laubharkerei im Herbst auf den Senkel. Ich selbst verstehe gar nicht warum man so was überhaupt tut.

Im nächsten Jahr das muss 2000 gewesen sein kaufte ich eine Sequoyah nicht zu verwechseln mit dem Urweltmammutbaum. So einen  habe ich schon und er misst stolze 12 Meter. Im Gegensatz zum Urweltmammutbaum behält die Sequoyah ihr Nadelförmiges Laub im Winter.


Sequoyah

Das ist der Baum im Herbst 2004. Er ist schon fast um das doppelte gewachsen.

Mehr zu Thema habe ich Wikipedia entnommen.

Ursprünglich heimisch ist der Riesenmammutbaum in der Sierra Nevada in Kalifornien. Er kann über 80m hoch werden und einen Stammdurchmesser von über 12m erreichen. Die ältesten Exemplare sind über 2700 Jahre alt. Fossilienfunde weisen darauf hin, das erste Vertreter dieser Art bereits vor 50 Millionen Jahren im Westen der heutigen USA heimisch waren.

Riesenmammutbäume gelten als die dem Volumen nach größten Bäume der Erdgeschichte. Sie erreichen Stammhöhen von 100 bis 130 m bei einem Durchmesser von bis zu 13 m. Die ältesten Exemplare werden auf ein Alter von ungefähr 4000 Jahren geschätzt. Die ursprünglich gewaltigen Bestände im Westen der USA sind bis auf 10 % abgerodet. Entdeckt wurde diese Art im Jahre 1852 von A.T. Dowd. 1853 schickte der Botaniker W. Lobb und der Schotte J. Matthew größere Samenmengen nach Europa. Benannt wurde die Gattung Sequoiadendron (und auch die anderen beiden Gattungen) nach dem Indianer Sequoyah, der eine Lautsilbenschrift entwickelt hatte. 


Riesige Bäume

Es sind gewaltige Bäume

Sequoyah
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sequoyah (* um 1770 in North Carolina; † August 1843 in San Fernando) war eine der herausragendsten Persönlichkeiten der indianischen Geschichte.Die größten Bäume der Welt.

Sequoyah (auch George Gist oder George Guess) war der Sohn einer Cherokee-Indianerin und eines britischen Händlers, der jedoch ohne seinen Vater im indianischen Umfeld aufwuchs. Als junger Mann nahm er an einem Überfall auf eine von Weißen betriebene kleine Druckerei teil, wo er Schriftstücke sah, die er natürlich nicht lesen konnte, deren Grundprinzip er aber intuitiv verstand. Daraufhin entwarf er in ungefähr zwölf Jahren im Alleingang, ohne weiteren Kontakt zu Weißen, und ohne jegliche Vorbildung ein völlig eigenständiges Schriftsystem für die Cherokee-Sprache, das 86 Zeichen enthält, die sämtliche in dieser Sprache vorkommende Silben repräsentieren. Dieses setzte sich unter den Cherokee schnell durch.

Diese Leistung ist eine der eindrucksvollsten intellektuellen Errungenschaften eines einzelnen Menschen.

Ihm zu Ehren tragen der Sequoia-Mammutbaum und der Sequoia-Nationalpark in Kalifornien seinen Namen.


Sequoyah, nach ihm wurde der Baum benannt. Mein Mammutbaum

Ganz links nochmal ein Bild von Ihm. Daneben meine Sequoia.

Die Rede des Häuptlings Seattle vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1855

Der große Häuptling in Washington sendet Nachricht, daß er unser Land zu kaufen wünscht. Der große Häuptling sendet uns auch Worte der Freundschaft und des guten Willens. Das ist freundlich von ihm, denn wir wissen, er bedarf unserer Freundschaft nicht. Aber wir werden sein Angebot bedenken, denn wir wissen, wenn wir nicht verkaufen, kommt vielleicht der weiße Mann mit Gewehren und nimmt sich unser Land. Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd.

Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen - wie könnt Ihr sie von uns kaufen? Wir werden unsere Entscheidung treffen. Was Häuptling Seattle sagt, darauf kann sich der große Häuptling in Washington verlassen, so sicher, wie sich unser weißer Bruder auf die Wiederkehr der Jahreszeiten verlassen kann. Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.

Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig, in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes. Die Toten der Weißen vergessen das Land ihrer Geburt, wenn sie fortgehen, um unter den Sternen zu wandeln. Unsere Toten vergessen diese wunderbare Erde nie, denn sie ist des roten Mannes Mutter. Wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns

Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern, die Rehe, das Pferd, der große Adler sind unsere Brüder. Die felsigen Höhen, die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys und die Menschen, sie alle gehören zur gleichen Familie. Wenn also der große Häuptling in Washington uns Nachricht sendet, daß er unser Land zu kaufen gedenkt, so verlangt er viel von uns. Der große Häuptling teilt uns mit, daß er uns einen Platz gibt, wo wir angenehm und für uns leben können. Er wird unser Vater und wir werden seine Kinder sein. Aber kann das jemals sein? Gott liebt Euer Volk und hat seine roten Kinder verlassen. Er schickt Maschinen, um dem weißen Mann bei seiner Arbeit zu helfen, und baut große Dörfer für ihn. Er macht Euer Volk stärker, Tag für Tag. Bald werdet Ihr das Land überfluten wie Flüsse, die die Schluchten hinabstürzen nach einem unerwarteten Regen.

Mein Volk ist wie eine ablaufende Flut - aber ohne Wiederkehr. Nein, wir sind verschiedene Rassen. Unsere Kinder spielen nicht zusammen, und unsere Alten erzählen nicht die gleichen Geschichten. Gott ist Euch gut gesinnt, und wir sind Waisen. Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken. Das wird nicht leicht sein, denn dieses Land ist uns heilig. Wir erfreuen uns an diesen Wäldern. Ich weiß nicht - unsere Art ist anders als die Eure.Glänzendes Wasser, das sich in Bächen und Flüssen bewegt, ist nicht nur Wasser, sondern das Blut unserer Vorfahren. Wenn wir Euch das Land verkaufen, müßt Ihr wissen, daß es heilig ist, und Eure Kinder lehren, daß es heilig ist und daß jede flüchtige Spiegelung im klaren Wasser der Seen von Ereignissen und Überlieferungen aus dem Leben meines Volkes erzählt. Das Murmeln des Wassers ist die Stimme meiner Vorväter. Die Flüsse sind unsere Brüder - sie stillen unseren Durst. Die Flüsse tragen unsere Kanus und nähren unsere Kinder. Wenn wir unser Land verkaufen, so müßt Ihr Euch daran erinnern und Eure Kinder lehren: die Flüsse sind unsere Brüder - und Eure -, und Ihr müßt von nun an den Flüssen Eure Güte geben, so wie jedem anderen Bruder auch. Der rote Mann zog sich immer zurück vor dem eindringenden weißen Mann - so wie der Frühnebel in den Bergen vor der Morgensonne weicht. Aber die Asche unserer Väter ist heilig, ihre Gräber sind geweihter Boden, und so sind diese Hügel, diese Bäume, dieser Teil der Erde uns geweiht. Wir wissen, daß der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Ein Teil des Landes ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder, der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was immer er braucht. Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern sein Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter. Er läßt die Gräber seiner Väter zurück - und kümmert sich nicht. Er stiehlt die Erde von seinen Kindern - und kümmert sich nicht. Seiner Väter Gräber und seiner Kinder Geburtsrecht sind vergessen. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste.

Ich weiß nicht - unsere Art ist anders als die Eure. Der Anblick Eurer Städte schmerzt die Augen des roten Mannes. Vielleicht, weil der rote Mann ein Wilder ist und nicht versteht. Es gibt keine Stille in den Städten der Weißen. Keinen Ort, um das Entfalten der Blätter im Frühling zu hören oder das Summen der Insekten. Aber vielleicht nur deshalb, weil ich ein Wilder bin und nicht verstehe. Das Geklapper scheint unsere Ohren zu beleidigen. Was gibt es schon im Leben, wenn man nicht den einsamen Schrei des Ziegenmelkervogels hören kann, oder das Gestreite der Frösche am Teich bei Nacht? Ich bin ein roter Mann und verstehe das nicht. Der Indianer mag das sanfte Geräusch des Windes, der über eine Teichfläche streicht - und den Geruch des Windes, gereinigt vom Mittagsregen oder schwer vom Duft der Kiefern. Die Luft ist kostbar für den roten Mann - denn alle Dinge teilen denselben Atem - das Tier, der Baum, der Mensch - sie alle teilen denselben Atem. Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken; wie ein Mann, der seit vielen Tagen stirbt, ist er abgestumpft gegen den Gestank. Aber wenn wir Euch unser Land verkaufen, dürft Ihr nicht vergessen, daß die Luft ihren Geist teilt mit all dem Leben, das sie enthält. Der Wind gab unseren Vätern den ersten Atem und empfängt ihren letzten. Und der Wind muß auch unseren Kindern den Lebensgeist geben. Und wenn wir Euch unser Land verkaufen, so müßt Ihr es als ein besonderes und geweihtes schätzen, als einen Ort, wo auch der weiße Mann spürt, daß der Wind süß duftet von den Wiesenblumen.Das Ansinnen, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken, und wenn wir uns entschließen anzunehmen, so nur unter einer Bedingung. Der weiße Mann muß die Tiere des Landes behandeln wie seine Brüder.Ich bin ein Wilder und verstehe es nicht anders.

Ich habe tausend verrottete Büffel gesehen, vom weißen Mann zurückgelassen - erschossen aus einem vorüberfahrenden Zug. Ich bin ein Wilder und kann nicht verstehen, wie das qualmende Eisenpferd wichtiger sein soll als der Büffel, den wir nur töten, um am Leben zu bleiben. Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander verbunden.Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Ihr müßt Eure Kinder lehren, daß der Boden unter ihren Füßen die Asche unserer Großväter ist. Damit sie das Land achten, erzählt ihnen, daß die Erde erfüllt ist von den Seelen unserer Vorfahren. Lehrt Eure Kinder, was wir unsere Kinder lehren: die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespeien sie sich selbst. Denn das wissen wir, die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde - das wissen wir. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr Euch selber an. Nein, Tag und Nacht können nicht zusammenleben. Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist ihre Seele im Wind, der die Oberfläche der Teiche kräuselt.

Das Ansinnen des weißen Mannes, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken. Aber mein Volk fragt, was denn will der weiße Mann? Wie kann man den Himmel oder die Wärme der Erde kaufen, oder die Schnelligkeit der Antilope? Könnt Ihr denn mit der Erde tun, was Ihr wollt, nur weil der rote Mann ein Stück Papier unterzeichnet und es dem weißen Manne gibt? Wenn wir nicht die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers besitzen, wie könnt Ihr sie von uns kaufen? Könnt Ihr die Büffel zurückkaufen, wenn der letzte getötet ist?

Wir werden Euer Angebot bedenken. Wir wissen, wenn wir nicht verkaufen, kommt wahrscheinlich der weiße Mann mit Waffen und nimmt sich unser Land. Aber wir sind Wilde. Der weiße Mann, vorübergehend im Besitz der Macht, glaubt, er sei schon Gott, dem die Erde gehört. Wie kann ein Mensch seine Mutter besitzen? Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken. Tag und Nacht können nicht zusammenleben. Wir werden Euer Angebot bedenken, in das Reservat zu gehen. Wir werden abseits und in Frieden leben. Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Unsere Kinder sahen ihre Väter gedemütigt und besiegt. Unsere Krieger wurden beschämt. Nach Niederlagen verbringen sie ihre Tage müßig, vergiften ihren Körper mit süßer Speise und starkem Trunk.

Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Es sind nicht mehr viele. Noch wenige Stunden, ein paar Winter, und kein Kind der großen Stämme, die einst in diesem Land lebten oder jetzt in kleinen Gruppen durch die Wälder streifen, wird mehr übrig sein, um an den Gräbern eines Volkes zu trauern, das einst so stark und voller Hoffnung war wie das Eure. Aber warum soll ich trauern über den Untergang meines Volkes. Völker bestehen aus Menschen, aus nichts anderem. Menschen kommen und gegen wie die Wellen im Meer. Selbst der weiße Mann, dessen Gott mit ihm wandelt und redet, wie Freund zu Freund, kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir doch Brüder. Wir werden sehen. Eines wissen wir, was der weiße Mann vielleicht eines Tages erst entdeckt: unser Gott ist derselbe Gott. Ihr denkt vielleicht, daß Ihr ihn besitzt, so wie Ihr unser Land zu besitzen trachtet. Aber das könnt Ihr nicht. Er ist der Gott der Menschen, der Roten und der Weißen gleichermaßen. Dieses Land ist ihm wertvoll und die Erde verletzen heißt ihren Schöpfer verachten.

Auch die Weißen werden vergehen, eher vielleicht als alle anderen Stämme. Fahret fort, Euer Bett zu verseuchen, und eines Nachts werdet Ihr im eigenen Abfall ersticken. Aber in Eurem Untergang werdet Ihr hell strahlen, angefeuert von der Stärke des Gottes, der Euch in dieses Land brachte und Euch bestimmte, über dieses Land und den roten Mann zu herrschen. Diese Bestimmung ist uns ein Rätsel. Wenn die Büffel alle geschlachtet sind, die wilden Pferde gezähmt, die heimlichen Winkel des Waldes, schwer vom Geruch vieler Menschen und der Anblick reifer Hügel geschändet von redenden Drähten - wo ist das Dickicht - fort, wo der Adler - fort. Und was bedeutet es, Lebewohl zu sagen dem schnellen Pony und der Jagd: Das Ende des Lebens und der Beginn des Überlebens. Gott gab Euch Herrschaft über die Tiere, die Wälder und den roten Mann, aus einem besonderen Grund. Doch dieser Grund ist uns ein Rätsel. Vielleicht könnten wir es verstehen, wenn wir wüßten, wovon der weiße Mann träumt, welche Hoffnungen er seinen Kindern an langen Winterabenden schildert und welche Visionen er in ihre Vorstellungen brennt, so daß sie sich nach einem Morgen sehnen. Aber wir sind Wilde. Die Träume des weißen Mannes sind uns verborgen. Und weil sie uns verborgen sind, werden wir unsere eigenen Wege gehen. Denn vor allem schätzen wir das Recht eines jeden Menschen, so zu leben, wie er selber es wünscht, gleich wie verschieden von seinen Brüdern er ist. Das ist nicht viel, was uns verbindet.

Wir werden Euer Angebot bedenken. Wenn wir zustimmen, so nur, um das Reservat zu sichern, das Ihr versprochen habt. Dort vielleicht können wir unsere kurzen Tage auf unsere Weise verbringen. Wenn der letzte rote Mann von dieser Erde gewichen ist und sein Gedächtnis nur noch der Schatten einer Wolke über der Prärie, wird immer noch der Geist meiner Väter in diesen Ufern und diesen Wäldern lebendig sein. Denn sie liebten diese Erde, wie das Neugeborene den Herzschlag seiner Mutter.Wenn wir Euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert Euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn Ihr es nehmt. Und, mit all Eurer Stärke, Eurem Geist, Eurem Herzen, erhaltet es für Eure Kinder und liebt es, so wie Gott uns alle liebt. Denn eines wissen wir, unser Gott ist derselbe Gott. Diese Erde ist ihm heilig. Selbst der weiße Mann kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir d

Die Mormonen

 

So steht es in Wikipedia.
Dem Mormonentum werden alle Glaubensgemeinschaften zugerechnet, die sich außer auf die Bibel auch auf das Buch Mormon und die in der Schrift „Lehre und Bündnisse“ zusammengefassten Offenbarungen berufen. Das Buch Mormon will der Prophet Joseph Smith, jr. (1805-1844) ab 1820 in Manchester, New York durch den ihm als Engel erschienenen Moroni erhalten haben. 1830 gründete Smith die erste mormonische Religionsgemeinschaft Church of Christ, die seit 1838 Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (engl.: The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints) heißt. Die Kirche Jesu Christi HLT – so die abgekürzte deutsche Eigenbezeichnung – ist heute die mit Abstand größte mormonische Gemeinschaft und zumeist gemeint, wenn von Mormonen die Rede ist.

engelHier meine Version.

Die große Erleuchtung kam aber nicht.
Es war auch nicht die Kraft Gottes, aber die Menschen glaubten daran und waren mit unsagbarerer Kraft am malochen. Für Ihren Glauben wurden sie gehasst und mehrfach vertrieben. Es heißt ja das der Glaube Berge versetzen kann. Diese Menschen gingen einfach drüber und besiedelten mit Vieh, Frau und Pack den Westen der USA. (siehe Mormonentrail Oregon)

Sie zogen auch nach Utah und siedelten bzw. gründeten "Salt Lake City". Gott schenkte Ihnen ein Stück Wüste und die Mormonen schufen fruchtbares Land.

smith

Doch die ältesten hatten Einblick in militärischen Dokumente. Darin stand, dass das Land fruchtbar ist. Man muss es nur bewässern. Wasser gab es in den Bergen genug und das Volk war fleißig und hat es bewässert.
In Berichten stand, dass Anfangs die Pflüge im betonhartem Boden brachen. Während die einen die Pflüge reparierten, stauten andere das Wasser eines Baches. Als sich das Wasser zurück zog war der Boden weich und lies sich leicht bearbeiten.
Ein Wunder allerdings wurde nicht geklärt. Nach mehreren Missernten kam eine Heuschreckenplage und fraßen das letzte Saatgut von den Feldern. Dann kamen Möwen und fraßen die Heuschrecken und die Ernte gedieh. War das nun ein Wunder oder ein Zufall der hungernde Tiere anlockte ?


 

Was Däniken wohl sagen würde.

stein temple1

Däniken hat es noch nicht mitbekommen. Seine Theorie besagt das die einfachen Völker so was mit Fleiß und Muskelkraft nicht schaffen konnten Die Völker vor tausenden von Jahren waren auf die Hilfe von außerirdischen angewiesen die mit Hilfe von Lasern und Antischwerkraftmaschinen beim Spalten und Transport von Gestein halfen.

Wie die Mormonen das geschafft haben, kann man nachlesen bzw. wurde mit Fotos dokumentiert. Ist ja auch weniger als 200 Jahre her. Schöne glatte Steinquader haben die mit etwas Schwarzpulver rausgesprengt. Beim Bau der Paläste benutzte man Flaschenzüge und Kräne. Transporttiert wurde mit Bullpower. Ich meine mit der Hilfe von Ochsen. Ich glaube das sich schon viel ältere Völker sich dieser Techniken bedienten und das Schwarzpulver viel älter ist als man heute denkt. Ich glaube nicht, das sich die alten Ägypter ihre Finger und Kupfermeissel in den Steinbrüchen breitgekloppt haben.


Was Alice Schwarzer wohl sagen würde.

poligamie

Die Mormonen waren ein friedliches Volk. Sie lebten nach dem Motto: "Make love no war." So schufen sie viel Raum ohne Volk. Das Volk wollten sie lieber selber erschaffen.
Männer haben da ja kein Problem da mit. Wir können uns ja mehrfach am Tag vermehren. Die Frauen brauchen da neun Monate zu.
Also lebte man in Vielehe (Polygamie). Gruppensex und Peacegeneration war also keine Hippieerfindung. Allerdings hatten unsere Hippies das arbeiten vergessen.

Das es bei den vielen Frauen auch andere Probleme gab sieht man auf dieser Zeitgenössischen Darstellung. Auch waren einige Männer der Meinung das diese Art Ehe unchristlich ist und traten aus Ihren Glaubensgemeinschaft aus. Diese beiden Gründe sprachen also für das Ende der Polygamie.

 

Eine Geschichte vom abschlachten wilder Tiere.

Der Büffel aus der Sicht eines Indianers


"Der Büffel ist für uns ... besonders heilig. Ihr könnt die Natur nicht verstehen, auch unser Verhältnis zur Natur nicht, wenn ihr nicht versteht, wie nahe wir dem Büffel waren. Dieses Tier war fast ein Teil von uns, ein Teil unserer Seele. Der Büffel gab uns alles, was wir zum Leben brauchten. Ohne ihn waren wir nichts. Unsere Tipis waren aus seiner Haut gemacht. Sein Fell war unser Bett, unsere Decke, unser Wintermantel. Seine Haut war unsere Trommel, die durch die Nacht klang, lebendig, heilig. Aus dieser Haut machten wir unsere Wassersäcke. Sein Fleisch gab uns Kraft, wurde in uns wieder zu Fleisch. Nicht der kleinste Teil wurde vergeudet. Sein Magen wurde zum Suppenkessel; dazu füllten wir ihn mit rotglühenden Steinen. Aus den Hörnern entstanden Löffel, aus den Knochen Messer und die Ahlen und Nadeln der Frauen. Aus den Sehnen machten wir Bogensehnen und Faden. Die Rippen wurden zu Kinderschlitten umgearbeitet, aus den Hufen wurden Rasseln. Sein mächtiger Schädel war unser Altar. Gegen ihn wurde die heilige Pfeife gelehnt. ... Als ihr den Büffel getötet habt, habt ihr auch den Indianer getötet - den echten, natürlichen, 'wilden' Indianer." (1) (Dieser Text wurde den Seiten von Wolgang Stohr entnommen)

Büffel

Eigentlich sind diese Tiere keine Büffel sondern Bisons. Mit dem wachsen der Industrie im Osten der USA stieg die Nachfrage nach Leder gewaltig an. Man brauchte Antriebsriehmen für die Dampfmaschinen. Das brachte nun viele Glücksritter im Westen des Landes auf die Idee Büffel zu jagen. Am Anfang war es auch mit Vorderladern wie dem Great Plains Rifle schwierig, weil die Herde, nach dem ersten Schuss flüchtete. Ein geübter Schütze konnte nochmal nachladen und ein schwaches Tier treffen doch, dann war die Herde weg.

Das änderte sich nach dem Sharps im Jahre 1857 die ersten Hinterlader fertigte. Die ersten Modelle wurden mit selbstgewickelten Papierpatronen geladen und es musste noch ein Zündhütchen gesetzt werden. Später dann wurden die Gewehre auch für Zentralfeuerpatronen im Kaliber 45/70 bis 45/120 entwickelt. Es hat sogar welche im Kaliber 50/140 gegeben. Zur Information die erste Zahl steht für Geschossdurchmesser in Zehntelzoll, die zweite Zahl ist der Type der Patrone und gibt die Lademenge des Pulvers in Grains an.

Zufall ? Dieses Gewehr auf dem Bild gehörte John Brown
Mit diesen Gewehren war es tatsächlich möglich Büffel auf eine Entfernung von 600m zu töten. Es ist militärisch dokumentiert das im Juni 1874 mit so eine Gewehr ein Indianer auf 1406m getroffen wurde. Für die Indianer war es das Gewehr das, heute schiesst und morgen trifft.

John Browns Sharp

Das Abschlachten begann
Keinen Mann des Westens hat man mehr für das grosse Büffelschlachten zur Rechenschaft gezogen als Buffalo Bill Cody. Dabei hatte er mit den proffessionellen Büffeljägern (Runners) wenig gemein. Er schoss eine kurze Zeit Büffel für die Töpfe der Eisenbahnarbeiter und lies dabei nichts verrotten. Runners dagegen intressierten sich nur für die Häute und die als Delikatesse geschätzen Zungen. Und während Cody wie die Indianer seine Tiere aus vollem Gallop erlegte zogen die Häute jäger eine andere Taktik vor: Hatten sie die Herde gefunden suchten sie einen "Stand"- entweder einen abgelegenen Hügel oder eine tiefe Bodenrinne. Dabei achteten sie darauf, das sie gegen die Windrichtung standen. Die Männer begannes auf die Leittiere zu schiessen, sobald sie sich den Büffeln auf 200 oder 300 Metern genähert hatten. Diese Taktik hatte solange Erfolg wie die Bisons beim ersten Schuss fielen und die Herde den Jäger nicht witterte. Hier muss ich ergänzend zufügen da ich mich aus neuen Quellen schlaugelesen habe. Es wurde sogar aus Entfernungen von 600 Metern geschossen. Da die Jäger aus dieser Entfernung nicht zu erkennen waren und auch bei entsprechender Windrichtung nicht gewittert werden konnten erkannten die Tiere keine Gefahr und blieben einfach stehen.
Die weitreichenden Sharpsgewehre waren oft Massarbeit, wie das von Frank H. Meyer: "Es handelte sich um ein herrliches Stück mit Kolben und Vorderschaft aus importiertem Walnussholz und glänzend, brüniertem 32-Zoll-Lauf. Ich erwarb sie für 125$. Diese Sharps wog 12 Pfund. Auf den Lauf montierte ich ein über seine volle Länge reichendes, einzölliges Tubenfehrnrohr von A. Vollmer aus Jena in Deutschland." Trotz der luxuriösen Ausstattung be anspruchten die Jäger ihre Waffen bis aufs äusserste. Von gelegentlegentlichen Kühlpausen abgesehen feuerten sie stundenlang ein bis zwei Schuss pro Minuteab um so viele Büffel wie möglich auf engstem Raum zu erlegen. Dann konnten die Abhäuter (skinners) ihre Arbeit schneller erledigen, weil sie die 80 Pfund schweren Felle nicht so weit schleppen mussten. Oft überstanden die Büchsen das Dauerfeuer nicht: Der Jäger Tom Nixon ruinierte den Lauf seiner Sharps, als er in einer Dreiviertelstunde 120 Büffel erlegte.

(Quelle Visier Speziall Westernwaffen 2/1995)

 RunnerDiese Zeichnung von Tom Lovell zeigt wie ein Büffeljäger den Lauf seiner heissgeschossenen Sharps kühlt.

Anderen Quellen habe ich entnommen das Buffalo Bill auch Jagdausflüge für Sonntags jäger organisiert hat. Dabei wurde sogar aus fahrenden Zügen geschossen. Die Zahl der von ihnen getöteten Tiere viel aber kaum ins Gewicht.
Der Untergang der Büffel vollzog sich parallel zum Untergang der Prärieindianer. Der mitleidslose Bürgerkriegsgeneral und Indianerhasser Philip Sheridan verkündete zynisch, das eigentlich jedem Jäger eine Medaille zustände, weil die Vernichtung der Büffel die Indianer zu Kreuze kriechen lassen würde.

Buffallo Bill Cody

Der Zahnarzt der keiner war.

docDas Leben des John Henry Holliday ist noch heute über weite Strecken geheimnisumwittert. Die Filmindustrie machte aus ihm den typischen Berufspieler des Westen - ein Beruf, der in diesen Tagen nicht ungewöhnlich und nicht ehrenrührig war ja, sogar ein gewisses Ansehen genoss.
Das war Holliday nicht. Seine Zeitgenossen liebten ihn nicht, sie respektierten ihn nicht einmal, sie fürchteten ihn nur, und viele hassten ihn.
Er wurde am 14.08.1851 geboren. Das ist in der Familienbibel des Vaters aufgeschrieben. ( Diese Information habe ich aus dem Buch "Doc Holiday - A Familiy Portrait von Karen Holliday-Tanner). Die erste amtliche Eintragung über ihn findet sich im Kirchenbuch von Griffin Georgia. Dort steht verzeichnet, das das Ehepaar Henry B. und Alice Jane Holliday am 21. März 1852 ihr wenige Monate altes Bay auf den Namen John Henry taufen liessen. Der Junge wuchs in Valdosta auf, wo die Familie Holliday kurz nach der Geburt des Kindes ansässig wurde. Sein Vater, Henry B. Holliday, gehörte zu den Honoratioren des Ortes und erwarb sich nach dem Bürgerkrieg grosse Verdienste um den Wiederaufbau der Stadt. Er wurde Bürgermeister von Valdosta. Noch Heute erinnert eine "Henry-Holliday-Strasse" an ihn.Das war Er. John litt unter der übermächtigen Persönlichkeit des Vaters und schloss sich stark der Mutter an. Als diese 1866 starb, wurde der Junge immer verschlossener und kapselte sich mehr und mehr von seiner  Umwelt ab. Ein Charakteristikum, das später auch beim erwachsenen Spieler und Revolvermann Holliday zu beobachten war.
Zur zweiten Frau des Vaters fand er keinen Kontakt, so strebte er danach, das Elternhaus bald zu verlassen. Hier setzen die Legenden über ihn an, die sich besonders um seinen " Doktorgrad" ranken. Jahrelang galt die These, Holliday habe nach der Oberschule das " Dental College" in Boltimore besucht und sei dort zum Zahnarzt ausgebildet worden. Es gibt in den Unterlagen dieser heute noch existierenden Universität aber nicht den geringsten Hinweiss, das jemals ein Schüler namens John Henry Holliday die Schulbank gedrückt hat. Sein Name taucht in dem Archive der Schule, in dem sich Unterlagen über jeden Schüler befinden, nicht ein einziges mal auf. Statt dessen verzeichnet das Melderegister von Dallas, Texas, das Holliday im Jahre 1873, in dem er angeblich in Boston studierte, in dieser Stadt lebte John Henry Holliday arbeitete als Gehilfe beim Zahnarzt Dr. John A. Seegar und liess sich zum Dentisten ausbilden.


Dieses Werkzeug bringt uns heute noch zum fürchten.Zahnarztzange Aber wer richtig Schmerzen hat zahlt sogar noch 10.- € In diese Zeit fällt auch der Beginn seiner Erkrankung. Bei einem Bordellbesuch infizierte er sich mit der Tuberkulose, einer Krankheit, die zu jener Zeit noch unheilbar war. Für den einundzwanzigjährigen war die Erkenntnis, ein Todeskandidat zu sein, nur noch auf Frist zu leben, ein schwerer Schock. Sein Wesen veränderte sich. Er liess sich mehr und mehr gehen, begann zu trinken  und widmete sich immer stärker dem Pokerspiel, für das er nahezu eine teuflische Begabung besass. Er war von nun an mehr an den Spieltischen der Saloons zu finden, als in der Praxis seines Lehrmeisters. Das konnte nicht ohne Folgen bleiben. Holliday verlor seine Arbeit und   sackte nun völlig ab. Er hatte vom Leben nichts mehr zu erwarten, und es schien, als suche er den schnellen Tod, um dem langsamen, qualvollen Auszehrungen durch seine Krankheit zu entgehen. Er verfiel vollends dem Alkohol und wandelte sich zu einem Mann ohne Skrupel und Hemmungen.
Blick in einen alten Zahnarztkoffer. toolboxEr ging keiner Herausforderung mehr aus dem Weg. Er trug nun Waffen, und benutzte sie auch, wobei sich herausstellte, das er im Umgang mit seine vernickelten Colts die gleiche Begabung besass, wie im Umgang mit den bunten Spielkarten. Er schoss schnell und sicher, und die Zeitungen gaben ihm den Spitznamen " The deadly Dentist". Am Neujahrstag 1875 geriet er mit dem Kneipenbesitzer Charles W. Austin in einen Streit, der zu einer Schiesserei ausartet. Beide Männer waren betrunken. Das mochte der Grund gewesen sein, das keiner verletzt wurde. Beide wurden zur Ausnüchterung ins städtische Gefängnis eingeliefert. Nach dieser Affäre verliess Holliday Dallas und vagabundierte als Spieler durch das Land.
Wenige Monate später tauchte er im Fort Griffin auf, wo er eine Frau traf, die in den folgenden Jahren seine ständige Begleiterin und später seine Ehefrau wurde. Sie hiess Kate Halder und war eine ehemalige Prostituierte. spritze Leider konnte man früher noch nicht betäuben.

Hier wurde Holliday am 12. Juni 1875 zusammen mit einem anderem Berufspieler, Mike Lynch, wegen Falschspiels verhaftet und gegen Kaution freigelassen. Danach verliess er mit seiner Frau die Stadt, sass an den Spieltischen von Fort Concho und Fort Davis und erschoss 1876 in Jacksboro einen Soldaten, der ihn des Falschspiels beschuldigte. 1877 war er wieder in Fort Griffin. Er besass bereits einen gewissen Ruf als Spieler und Killer, und traf auf Wyatt Earp, der ebenfalls an den Pokertischen von Fort Griffin seinen Lebensunterhalt verdiente. Wie die beiden Männer sich kennen lernten, liegt im Dunkeln. Bekannte von Earp wunderten sich jedoch stets über die Freundschaft der beiden. Earp blieb der einzige Freund, den der schwindsüchtige Dentist je haben sollte. Zusammen mit Kte Elder zog Holliday nach Santa Fe. Er erschoss drei Männer und musste die Stadt verlassen. Im Sommer 1878 tauchte er in Dodge City auf, wo er abermals mit Wyatt Earp zusammentraf. Mit solchen Koffern, zogen junge Ärzte und angehende Chirugen gern in den Krieg, chirugen weil sie da noch etwas lehrnen konnten. Holliday verdiente als Zahnarzt in Dodge City keinen Cent. Er war ständig betrunken, und schon nach wenigen Tagen erschienen keine Patienten mehr. Kurz darauf zog er darum wieder weiter und mietete sich im März 1879 in einem Saloon von Las Vegas einen Spieltisch. Als er hier den Saloon-Keeper Charles White erschoss, nannten ihn die örtlichen Zeitungen einen "Killer" und professionellen Halsabschneider. Am 19. Juliy 1879 stürmte der angetrunkene Berufspieler Mike Gordon in den Saloon, in dem Holliday arbeitete, um seine Geliebte, die im gleichen Etablissement als Tänzerin arbeitete, zu ermorden. Er feuerte wild um sich, wobei er Holliday von einer Kugel gestreift wurde. Darauf zog dieser seine Waffe und tötete Gordon auf der Stelle. Holliday musste die Stadt verlassen. Als ihn Ende des Jahre die Nachricht von Wyatt Earp erreichte, das in Tombstone, fette Pfründe warteten, zögerte er nicht, dem Ruf folge zu leisten Zusammen mit seiner Frau machte er sich auf den Weg nach Tombstone. Doch davon berichte ich irgendwann mehr.


apotBlick in eine Reiseapotheke Die Bilder stammen von Frank und Andrea Zonak.
Fotografiert im Quickborner Blackpowdercamp 2004.

Das Buch aus dem ich diese Geschichte übernahm heisst: tomb1

Eine Legende.

Echte Cowboys hat es noch nicht mal eine Generation gegeben. Es waren meist schwarze, die Wildrinder von der Grenze Mexicos zu den aufstrebenden Städten an der Westküste trieben. Das muss so um 1840 gewesen sein. Auch die Ursprünge der Cowboys führen nach Mexico. Dort waren es die Gauchos. Es waren die ärmsten der armen und die hatten noch nicht mal Geld um sich einen Revolver zu kaufen. Nach dem Ende des Bürgerkrieges war es auch schon fast zu ende mit den Cowboys. Die Eisenbahn war fertig und das Vieh wurde in Zügen transportiert. Gleichzeitig begann die Rinderzucht in Massen. Es waren jetzt die Viehbarone, in Ihren vor unermesslichem Reichtum strotzenden Farmen, die  Cowboys als Farmarbeiter beschäftigten. Freies leben hieß jetzt Zäune kontollieren und Sie blieben immer noch arm. Wirklich Reiche mit so einer Farm wie in Bonanza, gab es nur ganz wenige.

Auch die Pferde waren natürlich keine amerikanischen Tiere. Sie entwickelten sich aus den Pferden die den Spaniern im 16. Jahrhundert wegliefen und verwilderten. Erst in den späteren Jahrhunderten wurden diese als Wildpferde wieder eingefangen, gezähmt und weitergezüchtet. Seitdem läuft in Amerika kein Mensch mehr zu Fuß.

Den Armen blieben karge Behausungen die aus Grassoden aufgebaut wurden.

Einfaches Grasssodenhaus

Ja, so hats wirklich ausgesehen. Unten noch ein anderes Haus.

Grassodenhütte

Das Bild hier ist natürlich eine Montage. Wird irgendwann in meinem Westernkalender erscheinen.