Cowboys

Eine Legende.

Echte Cowboys hat es noch nicht mal eine Generation gegeben. Es waren meist schwarze, die Wildrinder von der Grenze Mexicos zu den aufstrebenden Städten an der Westküste trieben. Das muss so um 1840 gewesen sein. Auch die Ursprünge der Cowboys führen nach Mexico. Dort waren es die Gauchos. Es waren die ärmsten der armen und die hatten noch nicht mal Geld um sich einen Revolver zu kaufen. Nach dem Ende des Bürgerkrieges war es auch schon fast zu ende mit den Cowboys. Die Eisenbahn war fertig und das Vieh wurde in Zügen transportiert. Gleichzeitig begann die Rinderzucht in Massen. Es waren jetzt die Viehbarone, in Ihren vor unermesslichem Reichtum strotzenden Farmen, die  Cowboys als Farmarbeiter beschäftigten. Freies leben hieß jetzt Zäune kontollieren und Sie blieben immer noch arm. Wirklich Reiche mit so einer Farm wie in Bonanza, gab es nur ganz wenige.

Auch die Pferde waren natürlich keine amerikanischen Tiere. Sie entwickelten sich aus den Pferden die den Spaniern im 16. Jahrhundert wegliefen und verwilderten. Erst in den späteren Jahrhunderten wurden diese als Wildpferde wieder eingefangen, gezähmt und weitergezüchtet. Seitdem läuft in Amerika kein Mensch mehr zu Fuß.

Den Armen blieben karge Behausungen die aus Grassoden aufgebaut wurden.

Einfaches Grasssodenhaus

Ja, so hats wirklich ausgesehen. Unten noch ein anderes Haus.

Grassodenhütte

Das Bild hier ist natürlich eine Montage. Wird irgendwann in meinem Westernkalender erscheinen.

Doc Holiday

Der Zahnarzt der keiner war.

Das Leben des John Henry Holliday ist noch heute über weite Strecken geheimnisumwittert. Die Filmindustrie machte aus ihm den typischen Berufspieler des Westen - ein Beruf, der in diesen Tagen nicht ungewöhnlich und nicht ehrenrührig war ja, sogar ein gewisses Ansehen genoss.
Das war Holliday nicht. Seine Zeitgenossen liebten ihn nicht, sie respektierten ihn nicht einmal, sie fürchteten ihn nur, und viele hassten ihn.
Er wurde am 14.08.1851 geboren. Das ist in der Familienbibel des Vaters aufgeschrieben. ( Diese Information habe ich aus dem Buch "Doc Holiday - A Familiy Portrait von Karen Holliday-Tanner). Die erste amtliche Eintragung über ihn findet sich im Kirchenbuch von Griffin Georgia. Dort steht verzeichnet, das das Ehepaar Henry B. und Alice Jane Holliday am 21. März 1852 ihr wenige Monate altes Bay auf den Namen John Henry taufen liessen. Der Junge wuchs in Valdosta auf, wo die Familie Holliday kurz nach der Geburt des Kindes ansässig wurde. Sein Vater, Henry B. Holliday, gehörte zu den Honoratioren des Ortes und erwarb sich nach dem Bürgerkrieg grosse Verdienste um den Wiederaufbau der Stadt. Er wurde Bürgermeister von Valdosta. Noch Heute erinnert eine "Henry-Holliday-Strasse" an ihn.Das war Er. John litt unter der übermächtigen Persönlichkeit des Vaters und schloss sich stark der Mutter an. Als diese 1866 starb, wurde der Junge immer verschlossener und kapselte sich mehr und mehr von seiner  Umwelt ab. Ein Charakteristikum, das später auch beim erwachsenen Spieler und Revolvermann Holliday zu beobachten war.
Zur zweiten Frau des Vaters fand er keinen Kontakt, so strebte er danach, das Elternhaus bald zu verlassen. Hier setzen die Legenden über ihn an, die sich besonders um seinen " Doktorgrad" ranken. Jahrelang galt die These, Holliday habe nach der Oberschule das " Dental College" in Boltimore besucht und sei dort zum Zahnarzt ausgebildet worden. Es gibt in den Unterlagen dieser heute noch existierenden Universität aber nicht den geringsten Hinweiss, das jemals ein Schüler namens John Henry Holliday die Schulbank gedrückt hat. Sein Name taucht in dem Archive der Schule, in dem sich Unterlagen über jeden Schüler befinden, nicht ein einziges mal auf. Statt dessen verzeichnet das Melderegister von Dallas, Texas, das Holliday im Jahre 1873, in dem er angeblich in Boston studierte, in dieser Stadt lebte John Henry Holliday arbeitete als Gehilfe beim Zahnarzt Dr. John A. Seegar und liess sich zum Dentisten ausbilden.


Dieses Werkzeug bringt uns heute noch zum fürchten.Chirugenkoffer US Bürgerkrieg Aber wer richtig Schmerzen hat zahlt sogar noch 10.- € In diese Zeit fällt auch der Beginn seiner Erkrankung. Bei einem Bordellbesuch infizierte er sich mit der Tuberkulose, einer Krankheit, die zu jener Zeit noch unheilbar war. Für den einundzwanzigjährigen war die Erkenntnis, ein Todeskandidat zu sein, nur noch auf Frist zu leben, ein schwerer Schock. Sein Wesen veränderte sich. Er liess sich mehr und mehr gehen, begann zu trinken  und widmete sich immer stärker dem Pokerspiel, für das er nahezu eine teuflische Begabung besass. Er war von nun an mehr an den Spieltischen der Saloons zu finden, als in der Praxis seines Lehrmeisters. Das konnte nicht ohne Folgen bleiben. Holliday verlor seine Arbeit und   sackte nun völlig ab. Er hatte vom Leben nichts mehr zu erwarten, und es schien, als suche er den schnellen Tod, um dem langsamen, qualvollen Auszehrungen durch seine Krankheit zu entgehen. Er verfiel vollends dem Alkohol und wandelte sich zu einem Mann ohne Skrupel und Hemmungen.
Blick in einen alten Zahnarztkoffer. Er ging keiner Herausforderung mehr aus dem Weg. Er trug nun Waffen, und benutzte sie auch, wobei sich herausstellte, das er im Umgang mit seine vernickelten Colts die gleiche Begabung besass, wie im Umgang mit den bunten Spielkarten. Er schoss schnell und sicher, und die Zeitungen gaben ihm den Spitznamen " The deadly Dentist". Am Neujahrstag 1875 geriet er mit dem Kneipenbesitzer Charles W. Austin in einen Streit, der zu einer Schiesserei ausartet. Beide Männer waren betrunken. Das mochte der Grund gewesen sein, das keiner verletzt wurde. Beide wurden zur Ausnüchterung ins städtische Gefängnis eingeliefert. Nach dieser Affäre verliess Holliday Dallas und vagabundierte als Spieler durch das Land.
Wenige Monate später tauchte er im Fort Griffin auf, wo er eine Frau traf, die in den folgenden Jahren seine ständige Begleiterin und später seine Ehefrau wurde. Sie hiess Kate Halder und war eine ehemalige Prostituierte. Alte Spritze Leider konnte man früher noch nicht betäuben.

Hier wurde Holliday am 12. Juni 1875 zusammen mit einem anderem Berufspieler, Mike Lynch, wegen Falschspiels verhaftet und gegen Kaution freigelassen. Danach verliess er mit seiner Frau die Stadt, sass an den Spieltischen von Fort Concho und Fort Davis und erschoss 1876 in Jacksboro einen Soldaten, der ihn des Falschspiels beschuldigte. 1877 war er wieder in Fort Griffin. Er besass bereits einen gewissen Ruf als Spieler und Killer, und traf auf Wyatt Earp, der ebenfalls an den Pokertischen von Fort Griffin seinen Lebensunterhalt verdiente. Wie die beiden Männer sich kennen lernten, liegt im Dunkeln. Bekannte von Earp wunderten sich jedoch stets über die Freundschaft der beiden. Earp blieb der einzige Freund, den der schwindsüchtige Dentist je haben sollte. Zusammen mit Kte Elder zog Holliday nach Santa Fe. Er erschoss drei Männer und musste die Stadt verlassen. Im Sommer 1878 tauchte er in Dodge City auf, wo er abermals mit Wyatt Earp zusammentraf. Mit solchen Koffern, zogen junge Ärzte und angehende Chirugen gern in den Krieg, Chirugenkoffer US Bürgerkrieg weil sie da noch etwas lehrnen konnten. Holliday verdiente als Zahnarzt in Dodge City keinen Cent. Er war ständig betrunken, und schon nach wenigen Tagen erschienen keine Patienten mehr. Kurz darauf zog er darum wieder weiter und mietete sich im März 1879 in einem Saloon von Las Vegas einen Spieltisch. Als er hier den Saloon-Keeper Charles White erschoss, nannten ihn die örtlichen Zeitungen einen "Killer" und professionellen Halsabschneider. Am 19. Juliy 1879 stürmte der angetrunkene Berufspieler Mike Gordon in den Saloon, in dem Holliday arbeitete, um seine Geliebte, die im gleichen Etablissement als Tänzerin arbeitete, zu ermorden. Er feuerte wild um sich, wobei er Holliday von einer Kugel gestreift wurde. Darauf zog dieser seine Waffe und tötete Gordon auf der Stelle. Holliday musste die Stadt verlassen. Als ihn Ende des Jahre die Nachricht von Wyatt Earp erreichte, das in Tombstone, fette Pfründe warteten, zögerte er nicht, dem Ruf folge zu leisten Zusammen mit seiner Frau machte er sich auf den Weg nach Tombstone. Doch davon berichte ich irgendwann mehr.


Apotheke in John Gun´s World
Blick in eine Reiseapotheke Die Bilder stammen von Frank und Andrea Zonak.
Fotografiert im Quickborner Blackpowdercamp 2004.

Das Buch aus dem ich diese Geschichte übernahm heisst: Doc Hollydays Grab Sie starben in den Stiefeln. Er allerdings starb im Bett.

 

Das Ende der Büffel

Eine Geschichte vom abschlachten wilder Tiere.

Der Büffel aus der Sicht eines Indianers


"Der Büffel ist für uns ... besonders heilig. Ihr könnt die Natur nicht verstehen, auch unser Verhältnis zur Natur nicht, wenn ihr nicht versteht, wie nahe wir dem Büffel waren. Dieses Tier war fast ein Teil von uns, ein Teil unserer Seele. Der Büffel gab uns alles, was wir zum Leben brauchten. Ohne ihn waren wir nichts. Unsere Tipis waren aus seiner Haut gemacht. Sein Fell war unser Bett, unsere Decke, unser Wintermantel. Seine Haut war unsere Trommel, die durch die Nacht klang, lebendig, heilig. Aus dieser Haut machten wir unsere Wassersäcke. Sein Fleisch gab uns Kraft, wurde in uns wieder zu Fleisch. Nicht der kleinste Teil wurde vergeudet. Sein Magen wurde zum Suppenkessel; dazu füllten wir ihn mit rotglühenden Steinen. Aus den Hörnern entstanden Löffel, aus den Knochen Messer und die Ahlen und Nadeln der Frauen. Aus den Sehnen machten wir Bogensehnen und Faden. Die Rippen wurden zu Kinderschlitten umgearbeitet, aus den Hufen wurden Rasseln. Sein mächtiger Schädel war unser Altar. Gegen ihn wurde die heilige Pfeife gelehnt. ... Als ihr den Büffel getötet habt, habt ihr auch den Indianer getötet - den echten, natürlichen, 'wilden' Indianer." (1) (Dieser Text wurde den Seiten von Wolgang Stohr entnommen)

 

Büffel

Eigentlich sind diese Tiere keine Büffel sondern Bisons. Mit dem wachsen der Industrie im Osten der USA stieg die Nachfrage nach Leder gewaltig an. Man brauchte Antriebsriehmen für die Dampfmaschinen. Das brachte nun viele Glücksritter im Westen des Landes auf die Idee Büffel zu jagen. Am Anfang war es auch mit Vorderladern wie dem Great Plains Rifle schwierig, weil die Herde, nach dem ersten Schuss flüchtete. Ein geübter Schütze konnte nochmal nachladen und ein schwaches Tier treffen doch, dann war die Herde weg.

Das änderte sich nach dem Sharps im Jahre 1857 die ersten Hinterlader fertigte. Die ersten Modelle wurden mit selbstgewickelten Papierpatronen geladen und es musste noch ein Zündhütchen gesetzt werden. Später dann wurden die Gewehre auch für Zentralfeuerpatronen im Kaliber 45/70 bis 45/120 entwickelt. Es hat sogar welche im Kaliber 50/140 gegeben. Zur Information die erste Zahl steht für Geschossdurchmesser in Zehntelzoll, die zweite Zahl ist der Type der Patrone und gibt die Lademenge des Pulvers in Grains an.

Zufall ? Dieses Gewehr auf dem Bild gehörte John Brown
Mit diesen Gewehren war es tatsächlich möglich Büffel auf eine Entfernung von 600m zu töten. Es ist militärisch dokumentiert das im Juni 1874 mit so eine Gewehr ein Indianer auf 1406m getroffen wurde. Für die Indianer war es das Gewehr das, heute schiesst und morgen trifft.

John Browns Sharp

Das Abschlachten begann
Keinen Mann des Westens hat man mehr für das grosse Büffelschlachten zur Rechenschaft gezogen als Buffalo Bill Cody. Dabei hatte er mit den proffessionellen Büffeljägern (Runners) wenig gemein. Er schoss eine kurze Zeit Büffel für die Töpfe der Eisenbahnarbeiter und lies dabei nichts verrotten. Runners dagegen intressierten sich nur für die Häute und die als Delikatesse geschätzen Zungen. Und während Cody wie die Indianer seine Tiere aus vollem Gallop erlegte zogen die Häute jäger eine andere Taktik vor: Hatten sie die Herde gefunden suchten sie einen "Stand"- entweder einen abgelegenen Hügel oder eine tiefe Bodenrinne. Dabei achteten sie darauf, das sie gegen die Windrichtung standen. Die Männer begannes auf die Leittiere zu schiessen, sobald sie sich den Büffeln auf 200 oder 300 Metern genähert hatten. Diese Taktik hatte solange Erfolg wie die Bisons beim ersten Schuss fielen und die Herde den Jäger nicht witterte. Hier muss ich ergänzend zufügen da ich mich aus neuen Quellen schlaugelesen habe. Es wurde sogar aus Entfernungen von 600 Metern geschossen. Da die Jäger aus dieser Entfernung nicht zu erkennen waren und auch bei entsprechender Windrichtung nicht gewittert werden konnten erkannten die Tiere keine Gefahr und blieben einfach stehen.
Die weitreichenden Sharpsgewehre waren oft Massarbeit, wie das von Frank H. Meyer: "Es handelte sich um ein herrliches Stück mit Kolben und Vorderschaft aus importiertem Walnussholz und glänzend, brüniertem 32-Zoll-Lauf. Ich erwarb sie für 125$. Diese Sharps wog 12 Pfund. Auf den Lauf montierte ich ein über seine volle Länge reichendes, einzölliges Tubenfehrnrohr von A. Vollmer aus Jena in Deutschland." Trotz der luxuriösen Ausstattung be anspruchten die Jäger ihre Waffen bis aufs äusserste. Von gelegentlegentlichen Kühlpausen abgesehen feuerten sie stundenlang ein bis zwei Schuss pro Minuteab um so viele Büffel wie möglich auf engstem Raum zu erlegen. Dann konnten die Abhäuter (skinners) ihre Arbeit schneller erledigen, weil sie die 80 Pfund schweren Felle nicht so weit schleppen mussten. Oft überstanden die Büchsen das Dauerfeuer nicht: Der Jäger Tom Nixon ruinierte den Lauf seiner Sharps, als er in einer Dreiviertelstunde 120 Büffel erlegte.

(Quelle Visier Speziall Westernwaffen 2/1995)

 RunnerDiese Zeichnung von Tom Lovell zeigt wie ein Büffeljäger den Lauf seiner heissgeschossenen Sharps kühlt.

Anderen Quellen habe ich entnommen das Buffalo Bill auch Jagdausflüge für Sonntags jäger organisiert hat. Dabei wurde sogar aus fahrenden Zügen geschossen. Die Zahl der von ihnen getöteten Tiere viel aber kaum ins Gewicht.
Der Untergang der Büffel vollzog sich parallel zum Untergang der Prärieindianer. Der mitleidslose Bürgerkriegsgeneral und Indianerhasser Philip Sheridan verkündete zynisch, das eigentlich jedem Jäger eine Medaille zustände, weil die Vernichtung der Büffel die Indianer zu Kreuze kriechen lassen würde.

Buffallo Bill Cody

Hier lagern Häute von tausenden Tieren.

Bild rechts: Bufffalo Bill Cody

Völkermord

Darüber sollten wir nachdenken

Wir sitzen ja oft am Lagerfeuer zusammen und tragen unsere alten Ballermänner.
Aber diese Waffen wurden früher nicht nur zur Jagd genutzt. Verbrecher und auch Soldaten haben diese Waffen für und auch gegen das Gesetz benutzt. Es wurden tausende ermordet und noch mehr sind in Kriegen umgekommen. Aber Kriege und Morde gibt es schon seit dem es Menschen gibt. Der Mensch tötet, und nicht die Waffe.
Wir dürfen auch nie vergessen das in diesem Land, von dem wir alle träumen ein Völkermord begangen wurde. Die native Americans wurden nicht nur im Krieg bekämpft, sondern deren Frauen und Kinder gnadenlos hingemetzelt. Und zwar für die Freiheit reicher zu sein wie alle anderen, und noch mehr Land zu besitzen als man braucht. Auch für die Freiheit immer noch Wälder vernichten zu dürfen und die Umwelt mit noch mehr CO2 belasten. Und da heute Vorderlader nicht mehr reichen droht man den Nichtmehrindianern in aller Welt mit kleinen Atombomen.
Ich bin ein absolut friedlicher und gewaltfrei denkender Mensch (trotz meinem Intresse an Schusswaffen) aber darüber sollten wir mal nachdenken.

 Und So denken die Amerikaner.

Niemals haben sich die USA für den Völkermord an den Ureinwohnern ihres Kontinents entschuldigt. Nicht einmal bei den Betroffenen selbst

.

Und jetzt noch Sprüche von Kirche
und Christen

In den letzten 400 Jahren kamen wahrscheinlich mehr als 150 Millionen Indianer ums Leben, davon 50 Millionen durch Ermordung, unmenschliche Behandlung oder Sklaverei. Etwa 100 Millionen Indianer starben durch von Europäern eingeschleppte Pocken und andere Epidemien für die, welche sich Christen nannten, "ein wunderbares Zeichen der unermesslichen Güte und Vorsehung Gottes"!
So schrieb zum Beispiel der Gouverneur der Massachusetts Bay Colony 1634: "Was die Eingeborenen betrifft, so sind sie fast alle an den Pocken gestorben, und so hat der HERR unseren Anspruch auf unseren Besitz erklärt." Um 1860 kommentierte der Geistliche Rufus Anderson das Blutbad, das die Urbevölkerung der Insel Hawaii bis dahin schon um mindestens 90% dezimiert hatte. Er könne darin keine Tragödie erkennen: Das zu erwartende totale Aussterben der Urbevölkerung von Hawaii wäre schließlich ganz natür lich, sagte der Missionar, in etwa vergleichbar "mit der Amputation kranker Glieder am Körper".
Ihr meint, das sei alles Vergangenheit? Leider nein! Am Ende des 20. Jahr hunderts lässt der Vatikan durch seinen Sprecher Pater Sodamo erklären, dass "der Glaube der Apachen eine Art Religösität ist, die wir mit aller Kraft unterdrücken müssen." Das mag nun katholisch oder evangelisch sein - mit Christus hat es jedenfalls absolut nichts zu tun! Im Gegenteil: Hier wird der Name von Christus total missbraucht für die kriminellen Machenschaften einer ganz und gar unchristlichen Organisation!

Robert J. Conley
Die alte Prophezeiung

Sie kam in verschiedenen fassungen von den Creek & Navajo aber die botschaft ist immer die gleiche.

weiße werden kommen
(sie taten es)
sie werden das land nehmen
(sie taten es)
sie werden das volk fast vernichten
(sie versuchten es)
sie werden das land verwüsten
(sie haben es getan)
dann werden sie verschwinden
(wir warten).

Yellow Hair auf eine Veranstung der Gesellschaft für bedrohte Völker: " The Jews in Germany had holocaust for nine years. We have Holocaust since fivehundred years."

Sequoyah

lat. :Sequoiadendron

Dort wo ich mit meiner Familie ein Haus gebaut habe, standen auf der Grenze zum Nachbargrundstück Hainbuchen. Ein Überbleibsel einer Hecke die 40 Jahre nicht geschnitten wurde. Das Nachbargrundstück war verwildert und auf dem verfallenen Bauernhof wohnte noch ein Opa. Ich hatte das Gefühl in der Wildnis zu wohnen und es gefiel mir. Irgendwann starb der Opa und die Erben haben das Grundstück an einen Kapitalanleger und Immobiliengangster vertickert.

Nach dem Motto, wie hole ich aus den 10000 Quadratmetern die meiste Kohle raus, wurde dort ein Vierfamilien und ein Doppelhaus gebaut. Das war so ca. 1997. Mit meinem neuem Nachbarn verstehen wir uns, oder besser gesagt wir akzeptieren uns. Er ist nämlich ein echter Gartennazi. Motorisierte Gartengeräte laufen auch schon abends noch um zehn. Aber ich bin ja auch ein Chaot und höre im sommerlichen Garten Nachts noch  Powowmusik.

Wir einigten uns irgendwann und die Grenzbäume wurden entfernt. Auch meiner Frau ging die Laubharkerei im Herbst auf den Senkel. Ich selbst verstehe gar nicht warum man so was überhaupt tut.

Im nächsten Jahr das muss 2000 gewesen sein kaufte ich eine Sequoyah nicht zu verwechseln mit dem Urweltmammutbaum. So einen  habe ich schon und er misst stolze 12 Meter. Im Gegensatz zum Urweltmammutbaum behält die Sequoyah ihr Nadelförmiges Laub im Winter.


Sequoyah

Das ist der Baum im Herbst 2004. Er ist schon fast um das doppelte gewachsen.

Mehr zu Thema habe ich Wikipedia entnommen.

Ursprünglich heimisch ist der Riesenmammutbaum in der Sierra Nevada in Kalifornien. Er kann über 80m hoch werden und einen Stammdurchmesser von über 12m erreichen. Die ältesten Exemplare sind über 2700 Jahre alt. Fossilienfunde weisen darauf hin, das erste Vertreter dieser Art bereits vor 50 Millionen Jahren im Westen der heutigen USA heimisch waren.

Riesenmammutbäume gelten als die dem Volumen nach größten Bäume der Erdgeschichte. Sie erreichen Stammhöhen von 100 bis 130 m bei einem Durchmesser von bis zu 13 m. Die ältesten Exemplare werden auf ein Alter von ungefähr 4000 Jahren geschätzt. Die ursprünglich gewaltigen Bestände im Westen der USA sind bis auf 10 % abgerodet. Entdeckt wurde diese Art im Jahre 1852 von A.T. Dowd. 1853 schickte der Botaniker W. Lobb und der Schotte J. Matthew größere Samenmengen nach Europa. Benannt wurde die Gattung Sequoiadendron (und auch die anderen beiden Gattungen) nach dem Indianer Sequoyah, der eine Lautsilbenschrift entwickelt hatte. 


Riesige Bäume

Es sind gewaltige Bäume

Sequoyah
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sequoyah (* um 1770 in North Carolina; † August 1843 in San Fernando) war eine der herausragendsten Persönlichkeiten der indianischen Geschichte.Die größten Bäume der Welt.

Sequoyah (auch George Gist oder George Guess) war der Sohn einer Cherokee-Indianerin und eines britischen Händlers, der jedoch ohne seinen Vater im indianischen Umfeld aufwuchs. Als junger Mann nahm er an einem Überfall auf eine von Weißen betriebene kleine Druckerei teil, wo er Schriftstücke sah, die er natürlich nicht lesen konnte, deren Grundprinzip er aber intuitiv verstand. Daraufhin entwarf er in ungefähr zwölf Jahren im Alleingang, ohne weiteren Kontakt zu Weißen, und ohne jegliche Vorbildung ein völlig eigenständiges Schriftsystem für die Cherokee-Sprache, das 86 Zeichen enthält, die sämtliche in dieser Sprache vorkommende Silben repräsentieren. Dieses setzte sich unter den Cherokee schnell durch.

Diese Leistung ist eine der eindrucksvollsten intellektuellen Errungenschaften eines einzelnen Menschen.

Ihm zu Ehren tragen der Sequoia-Mammutbaum und der Sequoia-Nationalpark in Kalifornien seinen Namen.
 

Mein MammutbaumSequoyah, nach ihm wurde der Baum benannt.

Bild oben nochmal Sequoyah, Bild recht mein Baum im Jahr 2010.

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