John Gun's World

Das Hobby

ist sehr vielfältig.
Grob kann man unterscheiden nach Musik, Pferd  Schützen und Authentiker. Dann geht es aber schon mehr ins Detail. So wie das Land so vielfältig ist die Musik. Country ist nicht nur Nashvillegeklimper. Zur Musik gesellen sich die Tänzer auch wieder zwei  Richtungen nach Line und nach Squaredance zu unterscheiden.

Dann kommen die mit ihrem Quarterhorse. Wie Westernreiten geht hab ich bis heute nicht verstanden.

Am Vielfältigsten sind die Schützen über Pfeil und Bogen, Steinschloss-, Perkussionswaffen bis hin zu Patronenwaffen wird alles geschossen. Die Schützen kleiden sich passend zu ihrer Waffentechnischen Zeit. So sieht man Soldaten aus dem Unabhängigkeits- und den Bürgerkrieg. Cowboys, Trapper, Outlaws und Indianer.
In dieser Vielfalt gibt es auch wieder zwei Richtungen. Für die einen steht das Schiessen im Vordergrund und für die anderen ist das "Living History". Das Schiessen ist sogar internationaler Leistungssport gemäß Sportordnung des BDS.  Nur der DSB spielt wieder nicht mit. Dort ist das schießen in Traditionkleidung verboten.

Indianerhobby heist auch wieder ein Stück Völkerkunde lebendig werden zu lassen. Viele legen Wert auf Authentität andere wollen Geselligkeit. So treibt es die Massen in die Camps wo man auch bei schlechten Wetter lebt. Und bei Unwetter auch schon mal mit dem Zelt wegschwimmt.

Wo liegt Werben,

werden sich viele fragen. Werben liegt an der Elbe, nächstgrössere Stadt ist Wittenberge. also ganz tote Gegend in Großdeutschland.
Die Westerngruppe hat auch nur wenige Mitglieder die aus der Gegend kommen. Viele, auch der grosse Boss Hank Petersen, wohnt in der Region Hannover.
Aus vereinsinternen Gründen wurde die jährliche Pfingstveranstaltung nach Seehausen verlegt. Manchmal kommt auch das Fernsehen.

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Mit den Schützen fing alles an.

Es war in den 1960er Jahren in den Kinos liefen die Italowestern, gleichzeitig gab es in den USA Schützen die noch alte Revolver hatten. Die mussten nun ausprobiert werden. In Europa gab es ein paar Vorderladerschützen, für die mussten es jetzt Perkussionsrevolver sein.

Ein wahrer Boom brach aus, in Spanien und Italien sprang die Waffenindustrie an und baute Perkussionsrevolver als Massenware. Einige Modelle aus Italien kamen aufgrund ihrer miserablen Qualität allerdings schnell in Verruf.

Jetzt musste noch das passende Outfit her. Ob Soldat des Nordens oder Süden, des Unabhängigkeitskrieges oder als Sherriff, Cowboy oder Mountainman die Kleidung musste stimmen. Vielen fiel auch wieder ein : Außer den Indianer gibt ja gar keine Ureinwohner. Also auch keine amerikanische Kultur oder Kleidung. Man trug das was man bei der Einwanderung mitbrachte.

Jedenfalls nachdem schiessen geht´s zum gemütlichem Teil über man sitzt zusammen am Lagerfeuer und erzählt bis tief in die Nacht. Manchmal kommen welche in moderner Sportkleidung. Das ist normalerweise nicht zugelassen, aber es wird schon mal ein Auge zugedrückt. Wenn so einer dann auch noch ein schlechtes Ergebnis bringt, dann lachen wir und haben viel und lange zu erzählen. Nur wenn man nach einem Unwetter morgens aus dem Zelt kriecht dann fragt man sich, warum bin ich 200km gefahren nur um mal 3 Dutzend Schuss abzugeben. Wenn einen dann der Alltag wieder hat dann weiß man, es hat wieder Spaß gemacht.

Ein Dorf dreht durch.

Eigentlich ist diese Veranstaltung ein Schlag in Gesicht, für jeden waren Westernhobbyisten. Aber wie ich bereits an anderer Stelle erwähnt habe, ist das Hobby sehr vielfältig. Musik, Tanz und Pferde gehören auch mit dazu. Fitzen hat 266 Einwohner, aber wenn Pferdemarkt ist, sind es 973 . 

Saloon in Fitzen

Jedes Jahr und zwar am erstem Mai und erstem September Wochenende, ist in Fitzen (bei Lauenburg) Pferdemarkt. Na ja, Pferdemarkt ist hier die wichtigste Nebensache. Ich war im Mai 2003 zum ersten mal da. Ein Pferde und Westernfan hat hier einen Bauerhof etwas umgestaltet. Es gibt einen Saloon, Sheriff Office, ein Jailhouse eine kleine Kirche und vieles mehr. Hier treffen sich nicht nur die Hobbyisten sondern alle, Westernfans und auch Leute aus der Country - Biker und Truckerszene. Bei meinem ersten Besuch war Scheißwetter, wir sind mit den Zelten abgesoffen. Aber abends im Saloon wurden wir von Nashville-city mit bester Musik versorgt.

Kirche in Fitzen

Dieses Wochenende (Sep. 2004) war ich wieder da. Schon als ich mein Zelt aufbaute war Live-Musik. Anschließend spielte eine Rockenrollband. Ich bin kein Roller, aber die Band war Spitze. Eine Gruppe Indianer war wild am mitrocken. Die Indianer hatten dem Alkohol schon nachmittags stark zugesprochen. Dem einem gelang es zwar einen riesen Haufen frischer Pferdescheisse auszuweichen, fand dann aber den Weg gradeaus nicht mehr. Immer im Kreis um die Scheisse, reingefallen ist er aber nicht. Irgendjemand hat sich Ihm erbarmt und ihn weggeführt. Zwichendurch noch Reitvorführungen. Es war schon beeindruckend was Reinhart Kiefer mit seinem Friesen Rasputin so alles machen konnte. Wie Westernreiten geht habe ich auch gesehen, ich habs aber nicht verstanden.Abends dann wieder Livemusik mit Nashville City. Für mich die beste Party des Jahres Die Jungs haben es verstanden, Country und Western umzusetzen, in den Stil der Rockmusik aus den Anfängen der sechziger Jahre.

coach

Die Postkutsche fährt pünktlich.
Und nochwas, Elvis lebt ich habe mit ihm hier Wiskey getrunken. Ich komme jetzt schon seit ein paar Jahren hier her und wir verstehen uns gut.In diesem Jahr war 30 jähriges Jubiläum. So voll wie dieses Jahr habe ich das Gelände noch nie gesehen. Ich schätze das es zusammen ca. 200 Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile waren. Pferde zum Verkauf habe ich nur noch 5 Stück gesehen Die Indianer haben sich in diesem Jahr sehr ruhig verhalten. Da ich erst am Samstag anreiste kann ich zum Vorabend nichts sagen. Aber Samstag, tagsüber bei schönstem Sonnenschein Brot, Bier und Spiele. Abends wieder Wahnsinnsparty. Nur nachts im Zelt war es doch ganz schön kalt. Das Haupthaus mit Eingang zum Cheyenne Saloon.Der Seiteneingang führt zum Dodge City Saloon. Dort ist es etwas ruhiger. Elvis in Fitzen
Reinhart Kiefer mit seinem Friesen Rasputin, begeisterte die Zuschauer. Reinhard Kiefer mit Rasputin
Die Leute reisen hier mit den eigentümlichsten Gefährten an.

lanz

Rike bewacht das Zelt.rike

Der wilde Westen liegt im Osten.

Von Tombstone und seiner Geschichte um die Earps und Doc Holiday wird auf vielen anderen Internetseiten berichtet. Vieles wurde unter anderen von Wyatt Earp selbst oder von seinen Berichterstattern erlogen. Teilweise auch unbeabsichtigt verfälscht.

Aber Tombstone gibt es wirklich. Es liegt heute bei Edderitz einem kleinem Dorf in Sachsen. Walter und Annett Hensel haben sich dort vor ein paar Jahren niedergelassen und ihren Traum verwirklicht.

Saloon in Tobstone


Sie schufen dort eine kleine Westernstadt in denen Gäste nach Vereinbarung übernachten können. Natürlich gehört ein Schiesstand mit 6 100m Bahnen mit dazu und natürlich im Tal eine Pferdekoppel. Der Saloon das wichtigste. Hier werden die Gäste verwöhnt. Und nach den Strapazen des Tages kann man sich hier erholen.

Mainstreet in Tombstone


Mehrmals im Jahr finden dort schiesssportliche Wettkämpfe statt. Einmal im Jahr ist Reitturnier. Der Westernclub tag einmal im Monat.
Ich war dieses Jahr (2004) zum ersten mal dort. Bislang kannte ich nur Vorderlader und das Unterhebelschiessen nach den Regeln des DSB. Aber gegen das was ich hier erlebt habe geht es bei meinen ehemaligen Schützenbrüdern er ruhig zu. Ich war grade von den Disziplinen mit der Couch Gun begeistert. Mit der Flinte hatte ich keinen Fehlschuss. Nochmals dank an meine Rostocker Freunde die mir Leihwaffen zur Verfügung gestellt hatten.

Der Westernverein Cheyenne hat sich sogar eine ganze Stadt gebaut.
Bis auf den Strom ist alles authentisch.

Achtung Vereinsgelände. Zutritt nur bei öffentlichen Veranstaltungen.

Westernstadt Cheyenne