Die Waffen aus den Gründerzeiten der USA.

Über Waffen und Entwicklung wurden viele Bücher geschrieben. In vielen Filmen wurde aber auch falsches dargestellt. Ich versuche hier das wichtigste in kurzform korrekt darzustellen.

Über die Entwicklung der Vorderlader werde ich nicht detailliert berichten sondern nur noch über höchstens Longriffles.
Der Schwerpunk liegt bei Revolvern und Unterhebelrepetierern, korrekt Leveraction sowie Westerneinzellader.

Ich suche noch Infos zu historischen Repetier - und Mehrladesystemen, sowie über Revolver unter der Umgehung des Patents für die durchbohrte Trommel.

Marlin

Marlin Firearms produziert seit 1870 Schusswaffen. Unternehmenssitz ist North Haven in Connecticut.

Der Gründer war der 1836 geborene John M. Marlin (gestorben 1901). Marlin ist bekannt für hochwertige Unterhebel-Repetier-Gewehre und seit jeher die Konkurrenz für die Winchester Repeating Arms Company, welche die gleichen Produkte anbietet.
John M. Marlin hat zunächst bei Winchester gearbeitet und sich später unter eigenem Namen selbständig gemacht.

Unterhebelrepierer von Winchester waren ausschliesslich für Kurzwaffenmunition konstruiert. Marlin enwickelte aber kräftigere Verschlüsse, so das man auch eine 45/70 verschiessen konnte. Später kam noch die 44mag (Dirty Harry Patrone mit zu)

Marlin 1894

Marlin 1894

Waffen und Waffennarren

Eine amerikanische Philosophie oder ein Volk voller Waffennarren ?

So denken viele in Deutschland und anders wo. In einem amerikanischem Haushalt ist eben eine Bibel und Waffen Pflicht. Sind diese Menschen vielleicht anders oder gewaltbesessen ? Diese Frage klärt sich wenn man mal über die Herkunft der weißen Bevölkerung nachdenkt. Die ersten Siedler  waren ja Europäer und  brauchten Waffen für die Jagd. Das Land war wildreich und die Jagd war nun nicht mehr ein Privileg der Herrenmenschen.

Weiterlesen: Waffen und Waffennarren

Perkussionsrevolver

Unbekannt in Hollywood.

Schon lange hatte man die Idee mehrschüssige Pistolen zu bauen. Man versuchte zuerst mehrere Läufe von Steinschloßpistolen zu einem drehbaren Bündel zu montieren. Später mit Perkussionszündung. Die Pepperbox war der erste funktionierende Vorläufer der Revolver, hatte aber da er direkt ohne Lauf aus der Trommel schoß keine vernünftige Visiermöglichkeit.

Weiterlesen: Perkussionsrevolver

Westernrevolver

Lefaucheux. Was viele nicht wissen.

Erst das Huhn oder das Ei ? Moderne Waffen schiessen mit Patronen. ( Eine Hülse  die das Geschoß, die Treibladung und das Zündmittel enthält.

Smith & Wesson.

Stiftfeuerpatrone 11mm von 1835

Der Franzose Casimir Lefaucheux begann 1830 eine Stiftfeuerpatrone zu entwickeln, die ab 1835 getestet und 1846 patentiert wurde. Der Schwerpunkt der Entwicklung lag bei Schrotpatronen aber es entstand auch eine Patrone im Kal 11 mm. Es gab einige Versuchsmodelle und 1854 kam dieser Revolver für Stiftfeuerpatronen auf den Markt.

lefaucheux 1848

Während die französische Marine  11.000 Sück von diesen Revolvern erhielt, entwickelten andere schon die Randfeuepatrone unter anderem Flobert

Weiterlesen: Westernrevolver

Deringer

Die kleinen Dinger in der Tasche.

Anno 1865 wurde Präsident Lincoln beim Besuch einer Opernvorstellung von einem Eindringling in seiner Loge ermordert. Bei der Tatwaffe handelt es sich um einen Deringer. Henry Deringer, Sohn einer Einwandererfamilie aus Thüringen, war der erste der kleine kompakte Pistolen baute. Deringer ist vermutlich eine veramerikanisierung des Wortes Thüringer.Lincoln Derringer

Diese kleinen kompakten Pistolen, von denen es die vielfältigsten Modelle gab wurden von bestimmten Damen gern im Strumpband getragen. Für Spieler waren sie auch schon mal das letzte As im Ärmel.

So wurde Deringer der Oberbegriff für Taschenpistolen. Andere Hersteller nannten ihr Produkt Derringer.

Soweit ich weis wurden in den USA 4 Präsidenten ermordet, kein Mensch in den USA schrie nach Lincoln Derringerschärferen Waffengesetzen, bloß in Deutschland macht man das. Hier hat kein Mansch kapiert das kriminelle alle Gesetze umgehen um an Waffen zu kommen. Wir legalen Schützen haben immer mehr Probleme und auch Kosten um den Gesetzen folge leisten zu können. Aber wir tun alles auch wenn unser Hobby unbezahlbar wird.

Ein muss in jedem Hollywoodfilm sind ja die Revolverduelle und Schiessereien. So schlimm war es gar nicht. Die paar Schiessereien die es wirklich gab kann man an zwei Händen abzählen. Für die Revolverhelden reicht ein Buch. Auch ist es unmöglich mit einem Revolver so zu schiessen wie im Film. (Eigene Erfahrung bzw die der BDS Westernschützen.).
Aber in den Silberstädten wo Aufbruch und Goldgräberstimmung war wurden in den Saloons doch ungehemmt Gebrauch von den Dingern gemacht. Wer sich nicht über den Spieltisch ziehen ließ hat zurückgeschossen. Die Wirkung der Waffe ist mir jetzt nicht bekannt aber ich werde ballistische Daten nachreichen.
Ein Opfer hatte Glück. Das Geschoss ging durch die Kopfhaut, aber drang nicht in den Schädel ein. Es wanderte unter der Kopfhaut um den Schädel rum und trat hinten wieder aus. Das Opfer war drei Tage bewusstlos und klagte noch lange über Kopfschmerzen. Für den Spieler war die Waffe häufig das letzte Ass im Ärmel, Aber auch gewisse Damen trugen die Waffe  zum Selbstschutz gern im Strumpfband.

Derringer für Patronen

Hier ein Bild eines Patronenderringers. Während die Vorderlader im Aussehen sehr vielfälltig waren, sahen die Partonenwaffen fast alle gleich aus. Ich kann sie nicht unterscheiden. Gängiges Kaliber ist .38" oder 22lfb. Einer meiner Freunde hat einen in 45 Colt. Ein Hammer beim schiessen. Beim Schiessen vorsicht. Egal welches Model, immer auf die Finger achten. Sonst läuft man schnell wie ein Sägewerksarbeiter rum.

Googelt mal nach Derringer 45 - 70 Ihr findet dann ein paar sehr harte Videos.

Weitere Beiträge ...

  1. Winchester