Winchester

Eine amerikanische Legende

Am Anfang war Jennings Gewehr

Jenning baute schon 1848 erste Unterhebelrepetierbüchsen. Da es noch keine Metallpatrone gab, bestand die Munition aus hohlen mit Pulver gefüllten Geschossen, die hinten mit Korkscheiben verschlossen waren in denen sich ein Zündloch befand. Gezündet wurde mit Zündpillen auf einem dünnen Kupferband, die automatisch nachgeführt wurden. Smith und Wessen haben das Gewehr weiterentwickelt und als Volcanicgewehr vertrieben. Die hohlen Bleigeschosse waren aber leicht und fassten zu wenig Pulver. Kurz die Munition war zu schwach. Die Produktion wurde an Winchester abgegeben. Auch er konnte das Gewehr trotz seiner schnellen Mehrladefähigkeit nicht vermarkten

jenning

Henry Rifle 1860

henryBenjamin Tylor Henry konstruierte für Winchester den ersten brauchbaren Unterhebelrepetierer. Das Gewehr wurde mit dem Namen Henryriffle berühmt. Karl May nannte es irrtümlicherweise Henrystutzen. Das Gewehr wurde 1860 gebaut im Kaliber .44 Randfeuer. Das Gewehr wurde geladen in dem man die Zubringerfeder ganz nach vorn schob. Dann konnte man die Patronen von vorn ins Magazinrohr einführen. Beim schießen muss man einmal um greifen da sich die Feder nach hinten bewegt und man sonst die Zufuhr blockiert. Das Gewehr war ein Erfolg was wohl auch am amerikanischem Bürgerkrieg lag der jetzt begann.

henri1860

Winchester 1866

owinchesterWinchester war eigentlich Fabrikbesitzer und produzierte Nähmaschinen. Also mehr Kaufmann als Techniker. Wie viele in den USA versuchte auch er am beginnenden Bürgerkrieg zu verdienen. Ich bin gelernter Büromaschinenmechaniker, daher weis ich, das Waffen, Nähmaschinen und Zweiräder mit den gleichen Werkzeugen herstellt werden. Die Idee Waffen zu produzieren war also naheliegend. Seine berühmten Gewehre waren Untergebelrepetierer. Bekannt wurden sie als Winchester.

Nelson King war Werksleiter bei Winchester. Er kam auf die Idee einer seitlichen Ladeklappe am Systemkasten.Somit war das Modell 1866 geboren. Das Original immer noch .44 Randfeuer Wegen des fast leuchtend gelben Systemkasten aus Messing bekam die Waffe auch den Namen Yellow Boy.

winchester1866

Winchester 73

1873 gab es ein neues Modell. Es wurde so berühmt das es sogar einen gleichnamigen Film gab.Der stärkere Rahmen lies auch stärkere Munition zu. Bis Kaliber 44 - 40 Zentralfeuer. Das Gewehr wurde in verschiedenen Varianten gebaut. Von Lauflängen 20 bis 30 Zoll. Von der Lauflänge war natürlich die Magazinkapazität abhängig. Das Modell auf dem Foto hat einen schönen buntgehärten Systemkasten und eine Fischhautverzierung.

winchester73

Geschichte mit Winchester geschrieben

geronimoDieses Bild zeigt Geronimo mit seinem Sohn und anderen Verwandten. Sie tragen natürlich neben Remington Trapdor auch die Winchester von 1873. Dieses Gewehr soll am Little Big Horn die Indianer zum Sieg gegen Csuters Truppen geführt haben. Die Soldaten hatten nähmle keine Repetierer.
Aktuellen Forschungsberichten nach ( vor kurzem im DWJ ) ist das aber ein Irrtum gewesen.

browning Brownings Arbeitsplatz Übrigens Browning war der berühmte Konstrukteur der sehr viel für Winchester entwickelt hat. Browning ging auch bei Colt ein und aus. Dies ist der Arbeitsplatz von Browning. Hier ist er auch gestorben.

Winchester 92

Hier mache ich jetzt einen Zeitsprung. Meine Winchester ist eine nach gebaute M1892 von Rossi. Die Waffe hat einen Achtkantlauf und eignet sich hervorragen für die neuen Disziplinen des Cowboyaktionschiessens. Die Rossi soll besser sein als ihr original von Winchester. Weil viele meiner Kumpels auch dieses Modell haben, habe ich einen Stern ins Schaftholz eingeklebt. rossim1892

Winchester 94

Das Modell von 1894 wirft die Hülsen nach rechts aus anstatt wie die Vorgängermodelle nach oben. Wer die Westerndisziplinen schießt hat schon mal erlebt, dass die Hülsen oben beim repetieren wieder reinfallen. Das passiert hier nicht mehr. Auf die Waffe lässt sich auch eine moderne Optik bauen. Sie ist jetzt auch im Kaliber 30- 30 lieferbar und für die Jagd auf Rehwild geeignet.

winchester94

Winchester 95

Das Modell von 1895 hat ein Kastenmagazin und ist für starke Munition mit Spitzgeschossen konstruiert. Mit dem Röhrenmagazin ging das nicht. Deswegen ist das für mich auch keine Winchester mehr. Während des ersten Weltkrieges hat Winchester 280000 Gewehre an den russichen Zaren verkauft.  Ein Unterhebelrepetierer ist aber ein Kaveleriegewehr, für den Infanteriesoldaten war es auch zu kompliziert in Pflege und Wartung. In den Wirren der russischen Revulotion gingen diese Waffen auch verloren. Kein Mensch weis wo die Dinger heute geblieben sind.

win95

Bei Harry im Keller

harry

Dieses Bild schickte mir ein Freund aus den USA. Dort sind die Waffengesetze etwas einfacher als bei uns. Er hat einen fantastischen Keller. Und natürlich einige Winchestergewehre

John Wayne - Winchester in Hollywood

wayne

Dieses ist einer der Schauspieler, dem wie zu verdanken haben das Winch